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Reise durch Costa Rica 2009

Südliche Pazifikküste, Halbinsel Osa und Corcovado

Die südliche Pazifikküste erstreckt sich ungefähr vom Ort Dominical über Uvita bis Golfito und zur Grenze zu Panama.

Mit der Halbinsel Osa und dem dort befindlichen Corcovado Nationalpark gefindet sich das absolute Highlight von Costa Rica in dieser Region. Der Corcovado Nationalpark erstreckt sich ca. 50km an der Küste entlang von Carate bis San Pedrillo und ca. 20 km ins Landesinnere bis Los Patos. Im Park gibt es eine Forschungsstation "La Sirena", wo man u. U. Essen und Unterkunft bekommen kann. Dies hängt aber davon ab wieviele Studenten und Forscher gerade auf der Station sind. Dies kann man in der Nationalparkverwaltung in Puerto Jimenez, welches der Ausgangspunkt für Toruen nach Corcovado ist, erfahren. In der Nationalparkverwaltung kann man die Überanchtung und das Essen buche und auch den Eintritt bezahlen. Sollte keine Unterkunft oder Essen in La Sirena verfügbar sein muss man Zelt und Essen selber mitnehmen.
In Puerto Jimenez haben wir in der Unterkunft Arenas de Osa gewohnt. Die Unterkunft wird von William und seiner Famile geführt und hat sechs wunderschöne Zimmer. Arenas de Osa war wohl die schönste Unterkunft auf meiner Costa Rica Reise. DZ mit Frühstück und Klimaanlage 65,-- US$.
William kennt auch alle, weiß alles und hat für jedes Problem eine Lösung. Ein Zelt für unseren Corcovado Trip haben wir auch von Willian bekommen. Desweiteren macht William Touren in die Umgebung, oder kann Guides vermitteln.

Wir haben uns von William (Taxi fährt er nämlich auch noch) in die Nähe von Los Patos fahren lassen und sind dann bei Los Patos in den Corcovado Park gegangen. Von dort sind es ca. 20 km bis zur Station La Sirena. Das waren wohl die längsten 20km meines Lebens. 30 Grad, Luftfeuchtigkeit wie im Treibhaus, bergauf, bergab, durch Bäche, über umgestürzte Bäume, unter umgestürzten Bäumen durch. Für die Strecke benötigt man ca. 7 - 8 Stunden (durch wunderschönen Primärregenwald), weshalb man leider nicht allzuviel Zeit zum verweilen und beobachten hat. Besonders die letzten ca. 4 -5 km ziehen sich schier endlos hin.
Wir haben Pekaris, Klammeraffen und Kapuzieneraffen gesehen und eine Menge Brüllaffen gehört. Unterwegs flucht man (und nicht nur wir, sondern alle andern, die wir gesprochen haben auch) mehr als nur einmal und fragt sich, warum man sich diese Tortur eigentlich antut. Aber es lohnt die Strapazen auf jeden Fall. Besonders weil man fast alleine ist und stundenlang keine Menschenseele trifft. Über Lost Patos geht fast Keiner in den Park rein und schon gar nicht raus, weil von/nach Los Patos kein Bus fährt. Man muss entweder von Palma nach Los Patos laufen (13 km) oder sich (wie wir) für 70 US$ (von Puerto Jimenz) mit dem Taxi hinfahren lassen. Wir sind um 7:00 losgelaufen und waren und waren gegen 15 Uhr in La Sirena, wo wir dann 2 Nächte geblieben sind.

La Sirena ist eine Forschungsstation, wo eine limitierte Zahl von Besuchern über Nacht bleiben kann. Ich schätze es werden nicht mehr als 30 - 40 sein. Eine total international Mischung von naturverbundenen Individualisten. Denn diese Strapzen tut sich nun einmal nicht jeder an. Ein sehr schöne und wundervolle Atmosphäre. Hätten wir vorher gewusst wie schön das hier ist wären wir sicher ein bis zwei Tage länger geblieben.

Am nächsten Tag hatten wir ja den ganzen Tag auf der Station und wir konnten in der näheren Umgebung der Station auf Erkundung gehen. Es gibt ganz viel zu sehen und nun hat man auch Zeit zum verweilen und beobachten. Krokodile, Massen von Pekaris, Nasenbären, Klammer-, Brüll-, Kapuzieneraffen, Tukane und auch Tapire gibt es zu sehen. Es ist wunderschön hier.

Am dritten Tag mussten wir ja schon wieder los. Von La Sirena sind wir nach Carate gelaufen (die Hauptroute). Auf dem Weg gibt es einen Abschnitt, der nur 1 bis eine Stunde vor Höchststand der Flut und dann wieder ab 1 Stunde nach Flut begehbar ist. Aus diesem Grund mussten wir schon um 5:00 morgens aufbrechen, da wir um 16:00 den öffentlichen Transport von Carate aus nach Puerto Jimenez nehmen wollten. Der Weg von La Sirena nach Carate sind ca. 17 km und wir benötigten 6,5 Stunden. 5:00 Aufbruch ist aber nicht schlecht. Der Weg führt teilweise über den Strand und da ist es gut, wenn es noch kühl ist. Sonnenaufgang am Strand hat ja auch was. Wieder wird man unterwegs mehr als einmal fluchen über die Strapazen. Mit Gepäck über Sand laufen ist einfach tiiiiiierisch anstrengend. Ca. 2 - 3 km vor dem "Ausgang" aus dem Park bei La Laguna, kommen einem dann immer mehr Touristen und Gruppen entgegen. Tagesausflüger, die mal ein paar Stunden spazieren gehen. Mit der Ruhe ist es da vorbei. In La Laguna gibt es wieder eine Station, die den Ausgang/Eingang vom Park bildet. Von da sind es noch 3 km bis Carate (Weg nur über den Strand). Carate besteht nur aus einer Landepiste und einem Kiosk. Von dort fährt um 8:00 und 16:00 ein LKW nach Puerto Jimenez (2 Std. Fahrtzeit, 8 US$) der als öffentliches Transportmittel fungiert.

nasenbaer Corcovado La Sirena krokodil
Nasenbären Die Station La Sirena im Corcovado Nationalpark Ein Toter Tapir gibt Futter für Krokodile und Geier

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